Baunebenkosten und Kosten beim Immobilienerwerb

Unabhängig davon, ob es um den Bau oder den Kauf einer Immobilie geht: Zahlreiche Menschen unterschätzen die Nebenkosten, die beim Erwerb von Immobilien anfallen. Dies kann unweigerlich zur Folge haben, dass selbst entworfene Finanzierungskonzepte nicht aufgehen und eine erhebliche Finanzlücke entsteht. Dabei ist es gar nicht so schwer, die Höhe der Nebenkosten zu ermitteln. Im Folgenden wird aufgezeigt, welche Arten von Nebenkosten beim Grundstückskauf (unabhängig davon, ob es sich um ein bebautes oder unbebautes Grundstück handelt) anfallen können.


Auflistung der Baunebenkosten und Erwerbskosten von Immobilien

Den ersten und meist auch größten Posten macht die so genannte Grunderwerbsteuer aus. Bei ihr handelt es sich um eine Steuer, die nahezu jeder Käufer entrichten muss. Eine Bei einer soliden Baufinanzierung sind auch die Baunebenkosten zu beachten, die nicht zur bösen Überraschung werden dürfen. – © Niceshot - Fotolia.com Zahlung ist nur dann nicht erforderlich, wenn ein so genannter Familienkauf stattfindet, bei welchem das Grundstück in direkter Linie (zum Beispiel von den Eltern an die Kinder) verkauft wird.

Die Höhe beläuft sich üblicherweise auf 3,5 Prozent vom Kaufpreis. Seit Januar 2007 ist es den einzelnen Bundesländern freigestellt, die Höhe der Grunderwerbsteuer bzw. den Steuersatz anzupassen. Berlin hat bisher als einziges Land von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Dort beläuft sich die Höhe Steuer auf 4,5 Prozent vom Kaufpreis.

Neben der Grunderwerbsteuer fallen auch noch Kosten für den Notar sowie für das Grundbuchamt an. Auch diese beiden Posten können nicht umgangen werden. Ohne die Zuhilfenahme eines Notars kann die Übertragung von Immobilieneigentum nicht erfolgen, da Immobilienkaufverträge stets notariell beglaubigt werden müssen. Die Einschaltung des Grundbuchamts ist ebenfalls erforderlich, damit die Änderungen von Eigentumsverhältnissen in das Grundbuch eingetragen werden.

Eine genauere Aufschlüsselung der Kosten für Notar und Grundbuchamt soll an dieser Stelle nicht erfolgen, da es einfach zu viele Faktoren gibt, die auf die endgültige Höhe der Kosten Einfluss nimmt. Immobilienexperten rechnen mit Gesamtkosten für die Leistungen von Notar und Grundbuchamt in Höhe von 1,5 Prozent des Kaufpreises.

Nun wurden alle Posten genannt, die beim Erwerb von Immobilieneigentum unumgänglich anfallen. Dennoch besteht die Möglichkeit, dass beim Grundstückskauf weitere Kosten entstehen. So ist beispielsweise festzustellen, dass immer mehr Käufer und Verkäufer dazu übergehen, einen Immobilienmakler einzuschalten. Dies führt unweigerlich zu ganz beachtlichen Zusatzkosten. Sollte es in der Tat so sein, dass man eine Immobilie unter der Zuhilfenahme eines Immobilienmaklers erwirbt, können nochmals zusätzliche Kosten in Höhe von bis zu 6 Prozent des eigentlichen Kaufpreises entstehen.

Weitere Unterkapitel



Copyright 2018 Bauwesen.de