Immobilienfinanzierung und Hypothek

Im Zusammenhang mit dem Thema Immobilienfinanzierung ist sehr häufig von der so genannten Hypothek zu hören. Hierbei handelt es sich um einen Begriff, den die meisten Leute schon einmal gehört haben. Dennoch wissen nur die wenigsten, was die Bezeichnung eigentlich bedeutet. Im Folgenden wird erläutert, was unter einer Hypothek zu verstehen ist und weshalb sie im Rahmen von Finanzierungen eine so wichtige Rolle spielt.


Bedeutung der Hypothek als Grundpfandrecht

Die Hypothek zählt zu den so genannten Grundpfandrechten. Grundpfandrechte sind für die Banken bzw. die Darlehensgeber von hoher Bedeutung, da sie die wichtigsten Instrumente zur Hypotheken besichern als Grundpfandrecht eine vorher bestimmte Verbindlichkeit. – © klickit - Fotolia.com Absicherung der Immobiliendarlehen verkörpern. Eine Bank zahlt ein Immobiliendarlehen üblicherweise erst aus, nachdem eine Hypothek bzw. ein Grundpfandrecht gestellt wurde. Sollte der Darlehensnehmer in Zahlungsverzug gelangen und seinen Verpflichtungen gegenüber der Bank nicht mehr nachkommen, so ist diese unter der Erfüllung ganz bestimmter Voraussetzungen dazu berechtigt, die Immobilie zu veräußern bzw. die Zwangsversteigerung einzuleiten. Die erzielten Einnahmen werden dann zur Tilgung der Darlehensrestschuld verwendet.

Bei der Hypothek handelt es sich um ein ganz besonders Grundpfandrecht. Mit ihr kann lediglich eine ganz konkrete Verbindlichkeit, wie zum Beispiel ein Immobiliendarlehen besichert werden. Aus diesem Grund werden Hypotheken nur noch äußerst selten eingetragen. Stattdessen bestehen die meisten Darlehensgeber auf die Eintragung von Grundschulden.

Grundschuld als Alternative zur Hypothek

Grundschulden bieten ein deutlich höheres Maß an Flexibilität, da sie zur Besicherung mehrerer Verbindlichkeiten herangezogen werden können. So kann beispielsweise nicht nur ein Immobiliendarlehen sondern auch eine zusätzliche Kfz-Finanzierung über ein- und dieselbe Grundschuld besichert werden. Dies ist übrigens nicht nur für die Bank sondern auch für den Darlehensnehmer von Vorteil, da die Darlehensaufnahme erheblich vereinfacht wird und die kostspielige Eintragung weiterer Grundpfandrechte nicht erforderlich ist.

Eingetragen werden Hypotheken und Grundschulden im Grundbuch (auch dieses wird auf einer der folgenden Seiten bzw. in einem der folgenden Kapitel noch ausführlicher vorgestellt). Sind die Darlehen getilgt, so können die Grundpfandrechte gegen Vorlage einer so genannten Löschungsbewilligung aus dem Grundbuch gelöscht werden.

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