Immobilienkredite und Baudarlehen

Die Finanzierung von Immobilien erfolgt durch die Aufnahme von Krediten und Darlehen, die von den unterschiedlichsten Geldinstituten wie zum Beispiel Banken, und Versicherungsgesellschaften und Bausparkassen vergeben werden. Das Angebot an Kredit- und Darlehensformen ist verhältnismäßig groß. Es folgt eine Übersicht, in welcher die einzelnen Formen näher vorgestellt werden. Vorab noch eine kurze Information zu den Definitionen von Krediten und Darlehen.


Prinzipien von Immobilienkrediten und Baudarlehen

Darlehen verkörpern eine Unterart der Kredite, die sich in erster Linie dadurch auszeichnen, dass nahezu alle wichtigen Konditionsmerkmale vertraglich festgelegt sind. Im Volksmund wird ein Kredit auch als Darlehen bezeichnet, wenn eine Rückzahlung vorgesehen ist, die sich über einen längeren Zeitraum erstreckt.

Die meisten Immobilien werden mit Darlehen finanziert, die einer so genannten Zinsbindung unterliegen. Den Traum vom eigenen Haus träumen viele Familien, aber man muss sich ausgiebig mit der Funktionsweise von Immobilienkrediten und Baudarlehen vertraut machen, damit es kein böses Erwachen gibt. – © Kurhan - Fotolia.com Das bedeutet, dass der Zinssatz für einen bestimmten Zeitraum als fest vereinbart gilt und zwischenzeitlich nicht geändert werden kann. Der fest vereinbarte Zinssatz nimmt eine wichtige Rolle ein, da er für ein hohes Maß an Sicherheit sorgt: Zinsschwankungen und somit auch Schwankungen der Ratenhöhe sind ausgeschlossen. Im Übrigen bieten die meisten Immobiliendarlehen dieser Art nicht nur ein hohes Maß an Sicherheit, sondern auch an Flexibilität. Nahezu alle Banken räumen ihren Kunden die Möglichkeit ein, Sondertilgungen zu leisten oder den Tilgungssatz anzupassen.

Eine weitere Form von Immobiliendarlehen stellen variable Darlehen dar. Ihr Name rührt daher, dass ihre Zinssätze variabel sind - also keiner Zinsbindung unterliegen und somit je nach Entwicklung an den Zinsmärkten schwanken können. Außerdem werden keine festen Laufzeiten vereinbart, weshalb die Darlehensnehmer jederzeit dazu berechtigt sind, die gesamte Restschuld zu tilgen.

Neben dem hohen Maß an Flexibilität bei der Tilgung zeichnen sich die Darlehen durch ihre günstigen Zinssätze aus. Variable Zinssätze sind in aller Regel günstiger als fest vereinbarte Zinssätze. Allerdings kommen variable Darlehen nur für die wenigsten Bauherren und Immobilienkäufer in Frage. Variable Zinssätze verkörpern ein verhältnismäßig hohes Finanzierungsrisiko, weshalb der Abschluss entsprechender Darlehen nur von kapitalstarken Darlehensnehmern in Betracht gezogen werden sollte.

Neben den genannten Darlehensformen gibt es noch zweit weitere, nämlich Bauspardarlehen und Förderdarlehen, die sich durch ganz spezielle Eigenschaften auszeichnen. Auf beide Formen wird an dieser Stelle nicht näher eingegangen, da sie im Rahmen anderer Artikel auf den folgenden Seiten aufgegriffen und ausführlich vorgestellt werden.

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