Baustoffe für Wände

Bevor ein Haus bezugsfertig ist, kommen im Innen- wie dem Außenbereich unterschiedlichste Baustoffe zum Einsatz. Um sich am Ende im eigenen Haus wohlfühlen zu können, ist aber nicht nur der Innenausbau von Bedeutung; auch die Auswahl des Baustoffs für die Wände kann hier mitentscheiden. Speziell die Wärmeleitfähigkeiten sind ausschlaggebend für alle weiteren Arbeitsschritte des Hausbaus.


Eine niedrige Wärmeleitfähigkeit ist aber nicht alles: Jeder Wandbaustoff muss gewissen Belastungen standhalten, die sich aus der Auflast der Decken sowie des Dachs ergeben. Besonders belastbar müssen Bauelemente sein, denen eine tragende Funktion beim Hausbau zufällt.

Wenn dagegen nichttragende Wände einen hohen Grad an Wärmedämmung aufweisen sollen, sind eher hochporöse Bauelemente gefragt, da die eingeschlossene Luft der Isolierung dient. Wer den Rohbau als Heimwerker in Eigenregie errichtet, muss die Besonderheiten der einzelnen Baustoffe immer berücksichtigen.

Der Klassiker unter den Baustoffen: Mauerziegel

Der klassische Baustoff im Hausbau ist der Mauerziegel. Seine Bedeutung nimmt allerdings langsam ab, da Mauerziegel gibt es für die unterschiedlichsten Anwendungen im Hausbau; sie unterscheiden sich auch hinsichtlich der Baukosten. Daher kann ein umfassender Vergleich und eine überlegte Auswahl nicht schaden. – © photoclicks - Fotolia.com die Baustoffindustrie inzwischen andere Materialien entwickelt hat. Neben Ton, Lehm und Sand werden für die Herstellung der Mauerziegel heute Zuschlagstoffe eingesetzt, die sich beim Brennen verflüchtigen und eine poröse Struktur hinterlassen, was die Wärmeleitfähigkeit mindern soll. Gleiches gilt für Löcher, die im modernen Mauerziegel selbstverständlich sind. Deren Anteil entscheidet darüber, wo beim Hausbau der Mauerziegel zum Einsatz kommt.

So genannte Vollziegel mit einem Lochanteil von unter 15 Prozent sind besonders für hohe Beanspruchungen geeignet. Hochlochziegel können für Außen- und Trennwände mit tragender Funktion eingesetzt werden. Langlochziegel empfehlen sich dagegen nur für Wände, die keine tragende Funktion haben. Klinkerziegel erfüllen keinerlei stützende Funktion: Sie dienen lediglich dekorativen Zwecken bzw. schützen das eigentliche Mauerwerk gegen Umwelteinflüsse.

Porenbeton und Kalksandstein

Porenbeton hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung im Hausbau gewonnen. Dabei handelt es sich um einen Baustoff, der dank eines Treibmittels seine hohe Porosität entwickelt Kalksandstein und Porenbetonstein sind im Hausbau gute Alternativen mit ihren Vorteilen und Nachteilen. – © BG - Fotolia.com und mithilfe von Wasserdampf gehärtet wird. Aufgrund seiner besonderen Struktur ist die Wärmeleitfähigkeit des Porenbetons relativ niedrig. Zudem ist er leicht, lässt sich unkompliziert verarbeiten und verfügt außerdem über eine hohe Druckfestigkeit. Daher kommt Porenbeton auch in vielen verschiedenen Bereichen zum Einsatz - unter anderem dort, wo eine gute Wärmedämmung gefragt ist. Daneben kann Porenbeton mit einer Bewehrung versehen werden, die hohe Zugkräfte aufnimmt. Bewehrter Gasbeton kommt daher auch für tragende Elemente zum Einsatz.

Kalksandstein ist das komplette Gegenteil von Porenbeton: Industriell aus Branntkalk, Sand und Wasser in Reaktoren hergestellt, verfügt er nur über eine niedrige Porosität, eine hohe Dichte und entsprechendes Gewicht. Damit einhergehen schlechte Wärmedämmeigenschaften. Der Vorteil des Kalksandsteins ist dessen hohe Belastbarkeit und Widerstandsfähigkeit sowie der geringe Ressourcenaufwand in der Herstellung.

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