Blockhaus bauen

Blockhäuser sind in der Baugeschichte schon seit langem bekannt. Gefertigt aus rohen Baumstämmen, die einfach übereinandergelegt wurden, haben Blockhütten das Bild vom einfachen, naturnahen Leben geprägt. Inzwischen hat auch die Bauindustrie diese Bauweise für sich entdeckt und bietet Blockhäuser als Alternative zum Massivhaus an. Wer als Bauherr besonderen Wert auf eine natürliche Optik seiner Wohnimmobilie legt, dürfte dem Blockhaus einiges abgewinnen können.


Blockhäuser aus Rundbalken und Kantholz

Moderne Blockhäuser müssen aber schon lange nicht mehr zwingend aus Rundbalken gefertigt Der Bau eines Blockhauses wird bei Bauherren immer beliebter. Allerdings sollte man sich vorher ausgiebig über die Vorteile und Nachteile von Blockhäusern informieren. – © Dark Vectorangel - Fotolia.com werden. Mittlerweile hat auch die Variante aus Kantholz in Deutschland Verbreitung gefunden. Dank vorgefertigter Bauelemente ist die Errichtung eines solchen Blockhauses nicht nur relativ unkompliziert sondern auch schnell vollbracht. Neben der klassischen Bauweise aus unbehauenen Stämmen, die erst am Bauplatz bearbeitet werden, hat auch beim Blockhaus-Bau in den vergangenen Jahren das Fertigbauprinzip Einzug gehalten. Dazu werden die Balken im Werk vorgefertigt, zum Bauplatz transportiert und zusammengefügt.

Vorteile und Nachteile eines Blockhauses

Für den Bau eines Blockhauses spricht sicher die Tatsache, dass Holz ein natürlicher Baustoff ist. Über Jahre gewachsen haben die Bäume Kohlendioxid aufgenommen und sind als Bausubstanz vom ökologischen Standpunkt her ideal. Mit seiner feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaft sorgt Holz zudem für ein perfektes Raumklima.

Gleichzeitig besticht ein Blockhaus aus Holz durch seine natürliche Optik, die sich mit keinem anderen industriellen Baustoff erreichen lässt. Außerdem ist Holz ein flexibler Baustoff, der sich schnell in unterschiedliche Formen bringen lässt. Passen beim Blockhausbau Elemente nicht hundertprozentig zusammen, können sie schnell bearbeitet werden. Ein weiterer Vorteil: Blockhäuser lassen sich in relativ kurzer Zeit errichten, da kein Mauerwerk vor dem nächsten Arbeitsschritt trocknen muss.

Der wohl größte Nachteil von Blockhäusern besteht darin, dass der Baustoff Holz ohne den Einsatz von Holzschutzmitteln nur bedingt in mitteleuropäischen Breiten beständig ist. Regen, Schnee und Frost setzen ohne ausreichend Pflege dem Blockhaus schnell zu, weshalb in diesem Zusammenhang eine regelmäßige Schutz-Behandlung unerlässlich ist.

Dämmung und Holzschutz beim Blockhaus

Holz, das beim Bau eines Blockhauses zum Einsatz kommt, besitzt von Natur aus eine geringe Wärmeleitfähigkeit - es dämmt also auf ganz natürliche Weise. Trotzdem ist eine zusätzliche Dämmung unerlässlich. Dabei kommen unterschiedliche Materialien zum Einsatz, die sich vor allem durch ihre niedrige Rohdichte und eine niedrige Wärmeleitfähigkeit auszeichnen.

Je nach Wunsch kann die Dämmung beim Blockhaus an der Außenfassade oder den Innenwänden erfolgen. Letzteres schränkt allerdings den zur Verfügung stehenden Raum ein und nimmt dem Innenraum ohne Verschalung die natürliche Optik. Wenn dagegen die Fassade gedämmt wird, geht im Gegenzug deren natürliche Optik verloren.

Um den Baustoff Holz dauerhaft schützen zu können, ist eine Behandlung mit Lasuren und Lacken unvermeidlich. Im ersten Schritt werden alle bewitterten Bereiche mit einem farblosen Holzschutzgrund behandelt, der vor Pilzbefall, Insektenbefall, Holzbläue und Fäulnis schützt. Imprägnierungen mit Farbpigmenten sollten an dieser Stelle vermieden werden, da die Pigmente die Poren verstopfen. Im Anschluss kommen deckende Anstriche bzw. Dünnschichtlasuren zum Einsatz. Deren Aufgabe ist es, das Holz vor UV-Strahlung zu schützen. Wenn dieser Holzschutz fehlt, vergraut der Baustoff Holz mit der Zeit.

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