Bungalow bauen

Über den Begriff Bungalow herrscht häufig Unklarheit und oftmals wird er synonym für unterschiedliche Haustypen verwendet. Zunächst einmal ist ein Bungalow jedoch nichts anderes als ein Haus, dessen Fläche in aller Regel als Wohnraum genutzt wird. Darüber hinaus gibt es allerdings weitere Merkmale, die einen Bungalow von anderen Wohnhäusern unterscheidet.


Merkmale eines Bungalows

Ein wichtiges Merkmal eines Bungalows ist, dass ein solches Gebäude lediglich ein Geschoss aufweist. Das bedeutet allerdings nicht, dass ein Bungalow nicht zusätzlich über einen Keller verfügen kann. Im Erdgeschoss eines Bungalows sind alle Räume zu finden, die man im täglichen Leben benötigt. Vorteilhaft ist die Raumanordnung Ein Bungalow ist eine gute Alternative für diejenigen, die auf einer Ebene wohnen wollen. – © Marina Lohrbach - Fotolia.com auf einer Ebene insbesondere für ältere oder mobilitätseingeschränkte Personen, da keine Treppen überwunden werden müssen, um in alle Räume des Hauses zu gelangen.

Bungalows können auf ganz unterschiedliche Weise gebaut sein. So gibt es Holzhäuser, die in Form eines Bungalows konzipiert sind, aber auch Fertig- und Massivhäuser. Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass ein Bungalow nicht zwingend ein Flachdach besitzen muss - realisierbar sind alle gängigen Dachformen. Das Flachdach kommt aber häufig bei Bungalows zum Einsatz, da es beispielsweise gut für eine Dachterrasse geeignet ist, die die zur Verfügung stehende Nutzfläche des Bungalows erweitert. Auch können Flachdächer oft bepflanzt werden, was je nach Geschmack einen optischen Zugewinn darstellen kann.

Bungalows - mehr als Ferienhäuser

Bungalows werden häufig als Ferienhäuser angesehen. Diese Einschätzung stützt Bungalows können trotz ihrer Kompaktheit sehr individuell gestaltet werden. Daher sollte man vor einer Bau- oder Kauf-Entscheidung mehrere Bungalow-Anbieter miteinander vergleichen. – © Peter38 - Fotolia.com sich allerdings nur darauf, dass Ferienhäuser häufig als Bungalows konzipiert sind und nicht darauf, dass ein Bungalow notwendigerweise weniger Komfort als ein gängiges Einfamilienhaus mit sich bringt. Dadurch, dass ein Bungalow lediglich ein Geschoss aufweist, kann der Wohnraum natürlich je nach Grundstücksgröße begrenzter als in einem mehrgeschossigen Einfamilienhaus ausfallen. Dennoch gibt es aber auch großzügig angelegte Bungalows, die genügend Platz zum dauerhaften Wohnen für eine ganze Familie bieten können.

Auch die Ausstattung eines Bungalows muss nicht der eines oftmals karg eingerichteten Ferienhauses entsprechen. Bungalows in der Luxusklasse können beispielsweise all die Ausstattungsmerkmale aufweisen, die auch ein mehrgeschossiges Einfamilienhaus in derselben Luxus-Kategorie bieten kann. Auch in Sachen moderner Energiegewinnung und -nutzung müssen Bungalows nicht notwendigerweise zurückstehen: Selbstverständlich lassen sich auch Bungalows als Energiesparhäuser konzipieren, so dass gleichzeitig Natur und Portmonee geschont werden kann.

Für wen ist ein Bungalow geeignet?

Ein Bungalow eignet sich vor allem für Personen, deren Mobilität - sei es aus Alters- oder Gesundheitsgründen - eingeschränkt ist. Das komplette Leben in einem Bungalow spielt sich auf einer Ebene ab und große Barrieren wie Etagentreppen gibt es nicht. Besonders wenn man im fortgeschrittenen Alter mit einem Hauskauf oder Hausbau liebäugelt, ist auf langfristige Sicht ein eingeschossiger Bungalow eine überlegenswerte Alternative.

Natürlich können Bungalows aber auch von Familien mit jüngeren Familienmitgliedern genutzt werden. Der Vorteil besteht hier beispielsweise im Zugewinn an Sicherheit: Kinder können nicht die Treppe herunterfallen, weil es schlichtweg keine gibt. Kleine Bungalows eignen sich gut für Ehepaare oder alleinstehende Personen, die auf die Vorzüge des Wohnens in einem freistehenden Haus nicht verzichten, aber weniger Aufwand mit der Pflege eines Hauses haben möchten.

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