Ökologisch bauen

Wie bereits mehrfach verdeutlicht wurde, liegt das Ökologische Bauen voll im Trend. Ganz egal ob es um den Bau von Passivhäusern, die Verwendung ökologischer Baustoffe oder den Umstieg auf eine Stückgutheizung geht: Noch nie zuvor haben sich so viele Bauherren und Hauseigentümer für ökologisch sinnvolle Maßnahmen entschieden. Nun mag sich einigen vielleicht die Frage stellen, weshalb sich zunehmend mehr Menschen für die Thematik interessieren und entsprechende Maßnahmen treffen.


Ursachen für zunehmende Ökologisierung im Hausbau

Im Grunde genommen gibt es zwei Ursachen, die zu dieser Entwicklung geführt haben und diese weiterhin verstärken. Da wären zunächst einmal die Das ökologische Bauen findet beim Hausbau vermehrt Beachtung, so dass die Ressourcen der Natur geschont werden können. – © dabobabo - Fotolia.com finanziellen Anreize, die zu dieser Entwicklung beigetragen haben. In zahlreichen Fällen können Bauherren und Eigentümer in den Genuss von Zuschüssen und Förderdarlehen kommen und dadurch finanzielle Vorteile erlangen. Des weiteren darf nicht vergessen werden, dass sich das Umweltbewusstsein der Menschen zunehmend verändert. Immer mehr Menschen ist es wichtig einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten, weshalb sie auch dazu bereits sind, eventuelle Mehrkosten in Kauf zu nehmen.

Finanzielle Anreize für das ökologische Bauen

Ein großer Teil der Bauherren und Eigentümer gibt ernsthaft zu, dass sie sich vor allem aufgrund der finanziellen Anreize für die Verwendung von ökologischen Baustoffen oder zur Realisierung von Maßnahmen zur Energieeinsparung entschieden haben. Die finanziellen Anreize sind einfach zu groß, um von ökologisch sinnvollen Baumaßnahmen absehen zu Für bestimmte Vorhaben beim Hausbau und bei der Haussanierung können Zuschüsse und zinsgünstige Kredite als Förderung in Anspruch genommen werden. – © mapoli-photo - Fotolia.com können. Zwar können ökologische Baustoffe etwas teurer sein, doch der finanzielle Vorteil, der aus der Förderung hervorgeht, gleicht dies häufig wieder aus.

Außerdem ist es heutzutage relativ einfach geworden, Förderdarlehen oder Zuschüsse zu erhalten. Viele Menschen informieren sich vorab im Internet oder setzen sich mit den Förderbanken sogar selbst in Verbindung. Außerdem gibt es auch zunehmend mehr Banken, die ihre Kunden explizit auf die Fördermöglichkeiten ansprechend und ihnen dabei helfen, diese zu erhalten.

Förderdarlehen und Zuschüsse sind aber nicht die einzigen finanziellen Anreize, die das Ökologische Bauen so interessant machen. Es darf nicht vergessen werden, dass sich viele der Maßnahmen auf lange Sicht auch von selbst bezahlt machen. Ein gutes Beispiel ist das Passivhaus: Gegenüber der konventionellen Bauweise ist die Fertigstellung mit erheblichen Mehrkosten verbunden – doch aufgrund des äußerst niedrigen Energiebedarfs sparen die Eigentümer über Jahre hinweg viel Geld, so dass sie im Endeffekt sogar günstiger davon kommen.

Einen weiteren finanziellen Anreiz kann die Rendite darstellen, die aus bestimmten Investitionen, wie zum Beispiel Photovoltaikanlagen hervorgeht. Es gibt etliche Immobilieneigentümer, die sich ausschließlich wegen der Einspeisevergütung für die Inbetriebnahme einer Solaranlage entschieden haben. Denn am richtigen Standort lassen sich selbst in eher mäßigen Sonnenjahren gute Einnahmen und somit auch gute Renditen erzielen.

Ideele Anreize für das ökologische Bauen

Es ist keinesfalls so, dass sich Bauherren und Eigentümer ausschließlich aus finanziellen Gründen für das ökologische Bauen begeistern können. Ideelle Anreize können ebenso Grund dafür sein, dass ökologisch sinnvolle Maßnahmen getroffen Beim Hausbau gibt es viele Möglichkeiten, die ökologische Komponente zu berücksichtigen - zum Beispiel mit Photovoltaik-Anlagen. – © Zauberhut - Fotolia.com werden. Im Folgenden sollen die zwei wichtigsten, ideellen Hauptgründe vorgestellt werden, die für das starke Wachstum im Bereich des Ökologischen Bauens verantwortlich sind.

Da wäre zunächst einmal das Umweltbewusstsein. Wie bereits mehrfach erwähnt wurde, hat sich dieses in den vergangenen Jahren spürbar geändert. Der heutigen Generation an Bauherren liegt erheblich mehr an der Erhaltung und Schonung der Umwelt, als es früher der Fall war. Ihr kommt es nicht nur darauf an, günstig zu bauen, sondern zu bauen und dabei die Umwelt zu schonen – und zwar in vielerlei Hinsicht. So spielt zum Beispiel die Herkunft von Baustoffen eine ganz wichtige Rolle: Zunehmend mehr Bauherren ist es wichtig, dass die Baustoffe auf eine ökologisch verträgliche Weise hergestellt wurden. Ebenso ist es vielen wichtig, dass die Baustoffe eines Tages wieder verwendet oder zumindest umweltfreundlich entsorgt werden können.

Beim zweiten Punkte handelt es sich um das gestiegene Gesundheitsbewusstsein. Den Menschen ist es längst nicht mehr egal, von welchen Materialien sie täglich umgeben sind. Besonders Eltern liegt viel daran, dass ihre Kinder in einer Umgebung aufwachsen, die frei von Giften und Schadstoffen ist. Weil unsere Gesundheit eines der kostbarsten Güter darstellt, sind auch viele Menschen dazu bereit, für natürliche und somit gesundheitsunbedenkliche Baustoffe mehr Geld auszugeben.

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