Fenster – Kunststofffenster oder Holzfenster?

Fenster sind für viele Bauherren im ersten Moment ein Detail, dem in der Bauplanung nur wenig Zeit gewidmet wird. Dabei sind Fenster nicht nur einfache Mauerdurchbrüche, die für natürliches Licht in den Räumen sorgen und für deren Belüftung zuständig sind. Gute Fenster sind heute ein wichtiger Bestandteil von Maßnahmen zur Wärmedämmung und Schallisolierung. Gleichzeitig ist das Fenster integraler Bestandteil moderner Energiesparhäuser. Die Auswahl der passenden Fenster spielt aber noch unter ganz anderen Gesichtspunkten eine Rolle: So muss deren Design natürlich auch zum Haus passen - ohne dass dabei der Sicherheitsaspekt auf der Strecke bleibt.


Was macht ein gutes Fenster aus?

Ein gutes Fenster muss verschiedene Aufgaben erfüllen können. Dazu gehört natürlich die Sicherheit: Diebe gelangen immer wieder über Fenster in Wohnhäuser und Gewerbeimmobilien. Um es Dieben so schwer wie möglich zu machen, dürfen Die Anzahl und die Art der Fenster entscheiden nicht nur über den Charakter des Hauses von außen, sondern auch über die Lichtverhältnisse und damit über den Wohncharakter in den Zimmern. – © Markus Bormann - Fotolia.com sich Fenster nicht ohne weiteres von außen öffnen lassen. Rahmen und Beschläge sollten dem Dieb soviel Widerstand entgegensetzen, dass er von seinem Vorhaben ablässt.

Fenster und Türen werden in sechs Widerstandsklassen eingeteilt, empfohlen werden Fenster ab der Widerstandsklasse 2. Aber auch was den Wärme- und Schallschutz betrifft, werden Fenster immer wichtiger. Besonders bei Energiesparhäusern macht sich der Einsatz spezieller Isolierglasfenster bezahlt. Mehrschicht-Isolierglas sorgt hier für eine hohe Isolierwirkung. Schallschutzfenster zeichnen sich durch eine Mehrschicht-Verglasung, einen dünnwandigen Rahmen und schallisolierende Dichtungen aus.

Bezüglich des Designs muss sich ein gutes Fenster samt Beschlag und Rahmen nahtlos ins Gesamtbild des Hauses einfügen. Dafür stehen unterschiedlichste Materialien wie Holz, Kunststoff oder Metall zur Auswahl.

Holzfenster als Fenster

Für den Fensterbau stehen heute unterschiedliche Materialien zur Verfügung. Am häufigsten kommen Kunststoff, Holz und Aluminium bzw. Metall zum Einsatz. Holz ist Holzfenster werden nicht nur in Holzhäusern eingesetzt, sondern sehr oft auch bei anderen Haustypen. – © BG - Fotolia.com dabei der natürlichste Werkstoff, dessen Vorteil einerseits in der ökologischen Komponente liegt. Andererseits sorgen Holzfenster für ein angenehmes Wohn- und Raumklima, da Holz auf natürliche Art und Weise die Feuchtigkeit regulieren kann. Nachteilig wirkt sich dagegen der relativ hohe Pflegeaufwand aus: Holz ist anfällig für Feuchtigkeit, Schimmel und Schädlingsbefall. Zudem setzt starke UV-Strahlung dem Werkstoff Holz zu. Lasuren und Lacke müssen daher in regelmäßigen Abständen erneuert werden.

Entscheiden sich Bauherren für den Einsatz von Holzfenstern, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Eigenschaften einzelner Holzarten, da sich diese bezüglich Widerstandskraft und Qualität deutlich unterscheiden können. Fichte und Tanne sind beispielsweise anders als Eiche oder Lärche nur bedingt für den Fensterbau geeignet.

Kunststofffenster und Aluminiumfenster

Kunststoffe haben in den letzten Jahren den Werkstoff Holz immer stärker aus dem Fensterbau verdrängt. Dafür Kunststofffenster gibt es in allen erdenklichen Formen, Farben und Typen. Die Auswahl der passenden Kunststofffenster trägt auch immer zum Wohlfühlklima bei. – © Günter Menzl - Fotolia.com gibt es mehrere Gründe: Kunststofffenster lassen sich industriell in hohen Stückzahlen produzieren, sind witterungsbeständig, pflegeleicht und bringen einen hohen Schallschutzfaktor mit. Zudem ist Kunststoff formbar, lässt sich einfärben und macht unterschiedliche Designs möglich. Nachteilig wirken sich dagegen die Frage nach der Entsorgung sowie der Energieaufwand bei der Herstellung aus. Zudem entwickeln Kunststofffenster im Fall eines Brandes gesundheitsschädliche Verbindungen.

Aluminiumfenster haben in der Vergangenheit zunehmend an Attraktivität gewonnen. Neben dem weitaus geringeren Wartungs- und Pflegeaufwand sind Aluminiumfenster äußerst stabil und zeichnen sich durch eine hohe Lebensdauer aus. Schwierigkeiten bringt allerdings die Wärmeleitfähigkeit mit sich, weshalb die Dämmeigenschaften verbessert werden müssen - das jedoch schlägt sich im Preis nieder.

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