Fertigbau – Systeme und Elemente

Häuser, die aus vorgefertigten Elementen errichtet werden und somit am Bauplatz nur noch miteinander verbunden werden müssen, begeistern immer mehr Bauherren. Die kurze Baudauer sowie Kostenvorteile von Fertigbauhäusern überzeugen heutzutage eine große Anzahl an Personen. Außerdem ist diese Entwicklung nicht zuletzt auf die Tatsache zurückzuführen, dass der Fertigbau in der heutigen Zeit einen wesentlich besseren Ruf genießt, als es noch vor einigen Jahren der Fall gewesen ist.


Der gute Ruf von Fertighäusern kommt nicht von ungefähr

Lange Zeit wurden Fertighäuser als Häuser zweiter Klasse betrachtet. Dies mag daran gelegen haben, dass die ersten Fertighäuser aus qualitativer Sicht nicht überzeugen konnten. Jedoch haben die Fertigbau-Anbieter stark an ihren Produkten gearbeitet und die Qualität maßgeblich verbessert. Beim Fertigbauhaus ist es besonders wichtig, dass man die Bau- und Leistungsbeschreibung genau kennt und auch versteht, so dass es später kein böses Erwachen gibt. – © Eisenhans - Fotolia.com Aus diesem Grund können moderne Fertigbauhäuser mit derselben Nutzungsdauer aufwarten, die man von der konventionellen Bauweise gewohnt ist.

Die eigentlichen Gründe, die letztendlich so viele Bauherren vom Fertigbau überzeugen, sind die niedrigeren Kosten und die kurze Bauzeit. Schließlich ist es möglich, ein Fertigbauhaus innerhalb weniger Wochen zu errichten. Den größten Teil der Bauzeit nehmen Bodenplatte oder Keller in Anspruch. Das eigentliche Fertigbauhaus ist zumeist an einem Tag errichtet. Abschließend folgt nur noch der Innenausbau.

Was die Kosten betrifft, fällt der Preisvorteil gegenüber der konventionellen Bauweise sehr deutlich aus. Einsparungen in Höhe von gut 30 Prozent gelten als realistisch. Wer sich den Innenausbau selbst zutraut, kann sogar noch wesentlich mehr Geld sparen.

Worauf Bauherren achten müssen

Selbstverständlich gibt es auch gewisse Einschränkungen, die der Fertigbau mit sich bringt. Besonders gilt das für Individualisierungsmöglichkeiten: Zwar sind die Zeiten, in denen Fertighäuser vom exakt selben Typ vielfach errichtet wurden, längst vorüber, aber trotzdem kann nicht ganz individuell gebaut werden. Wer ein ganz konkretes Bild von seinem späteren Eigenheim im Kopf hat und dies kompromisslos umsetzen möchte, kommt um die traditionelle Bauweise mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht herum.

Außerdem gilt es, die unterschiedlichen Qualitäten zu berücksichtigen. Gerade was das Thema Energieeffizienz betrifft, genießen Fertighäuser mittlerweile einen sehr guten Ruf. Allerdings ist anzumerken, dass je nach Hersteller deutliche Unterschiede in Sachen Dämmleistung und Ausführungsqualität auftreten können. Daher sollte man sich auch mit den Baumaterialien und der Konstruktionsweise beschäftigen, bevor man sich endgültig festlegt.

Auf die Bauleistungen kommt es an

Leider ist es schon häufiger zu Streitigkeiten zwischen Fertighausanbietern und Bauherren gekommen, weil die Bauherren ein anderes Ergebnis erwartet haben. Gerade wenn es darum geht, schlüsselfertig zu bauen, darf man sich nicht täuschen lassen: Der Fertighausanbieter muss kein unmittelbar bewohnbares Haus abliefern.

Bestimmte Arbeiten wie beispielsweise der Einbau einer Heizungsanlage werden oftmals von regionalen Handwerksbetrieben ausgeführt. Diese Arbeiten müssen häufig vom Bauherrn selbst koordiniert werden. Damit es aufgrund dieser Tatsache keine Schwierigkeiten gibt, sollten Bauherren im Vorfeld genau recherchieren, welche Leistungen vom Fertighausanbieter tatsächlich erbracht werden, damit sie sich um den Rest kümmern können. Im Wesentlichen bedeutet dies, Verträge und Baubeschreibung genau zu studieren.

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