Fertigbauhaus

Noch nie zuvor haben sich so viele Bauherren gegen die traditionelle Massivbauweise und stattdessen für das Fertigbauhaus entschieden. Eine gestiegene Produktqualität und vor allem die niedrigen Kosten haben zu dieser Entwicklung geführt.


Vorteile von Fertigbauhäusern im Überblick

Im Hinblick auf die Kosten kann das Fertigbauhaus zweifelsfrei punkten: Weil Entwicklungskosten auf mehrere Häuser umgelegt und die einzelnen Hauskomponenten kosteneffizient Ein Fertigbauhaus muss von der Qualität nicht schlechter als ein individuell geplantes Haus sein; als Käufer eines Fertigbauhauses entscheidet man sich nur für standardisierte Bauteile und Baustoffe, die den Hausbau beschleunigen und die Baukosten niedrig halten. – © Carmen Steiner - Fotolia.com produziert werden können, ist diese Bauweise unschlagbar günstig. Wie hoch die Ersparnis gegenüber der konventionellen Bauweise ausfällt, hängt stets vom Hausmodell, dem Anbieter und der Ausstattung ab. Im Allgemeinen kann gesagt werden, dass Kostenvorteile von rund 30 Prozent keine Seltenheit sind.

Aber auch die kurze Bauphase macht die Fertigbauweise so attraktiv. Während ein konventionelles Bauvorhaben einen Zeitraum von gut sechs Monaten einnimmt, kann ein Fertighaus innerhalb weniger Tage errichtet werden. Wenn man Vorbereitungsarbeiten für die Errichtung von Bodenplatte oder Keller mitzählt, erstreckt sich die Bauzeit über lediglich wenige Wochen. Daher gilt das Fertigbauhaus als schnell bezugsfertig, was unter anderem auch einen weiteren finanziellen Vorteil verkörpern kann.

Diese Punkte sind unbedingt zu berücksichtigen

Wer mit dem Gedanken spielt, ein Fertigbauhaus zu errichten, sollte sich der gegebenen Einschränkungen bewusst sein. Hierzu zählt vor allem die Einschränkung hinsichtlich der Individualität. Nicht alle Vorstellungen lassen sich bei der Planung exakt umsetzen: Zwar ist die Auswahl der verschiedenen Hausvarianten heutzutage sehr groß, doch Beschränkungen, die beispielsweise die Hausform oder den Grundriss betreffen, sind immer gegeben.

Auch mit der eigentlichen Bauweise sollte man sich anfreunden können. Zwar gibt es mittlerweile auch Fertigbauhäuser, die in einer Art Massivbauweise errichtet werden, doch größtenteils wird auf Holz als Baumaterial gesetzt. Außerdem sollten sich Interessenten der existierenden Qualitätsunterschiede bewusst sein, die je nach Hersteller auftreten können. Dieser Punkt ist nicht zu unterschätzen: Leider gibt es neben vielen Qualitätsanbieter auch Unternehmen, deren Leistungen nicht überzeugen und schon so manchen Bauherren ruiniert haben. Daher ist es ratsam, auf etablierte Fertighaushersteller zu setzen.

Ausbauhaus als Fertigbauhaus

Ein Fertighaus muss nicht automatisch bezugfertig sein. Das trifft zum Beispiel für das so genannte Ausbauhaus zu. Das Ausbauhaus trägt seine Bezeichnung nicht umsonst: Der Fertighausanbieter erreichtet lediglich den Rohbau und stellt sozusagen die äußere Hülle des Hauses fertig. Der Innenausbau wird hingegen vom Bauherrn selbst übernommen. Auf diese Weise lassen sich beachtenswerte Beträge einsparen. Allerdings erfordert der erfolgreiche Ausbau ausreichend viel Zeit und handwerkliche Fähigkeiten.

Ebenso gilt es bei der schlüsselfertigen Bauweise aufzupassen: Angehende Bauherren sollten besonders die Leistungsbeschreibungen genau studieren und sich notfalls von Experten wie beispielsweise Architekten beraten lassen. Es ist wichtig, beim Vertragswerk möglichst in die Tiefe zu gehen und genau festzuhalten, welche Materialien beim Ausbau verwendet werden sollen, damit das Fertigbauhaus am Ende den persönlichen Vorstellungen entspricht.

Weitere Informationen zum Fertigbauhaus



Copyright 2017 Bauwesen.de