Fertighaus bauen

Fertighäuser unterscheiden sich enorm von herkömmlichen Massivhäusern: Wesentliche Arbeiten des Hausbaus werden bei einem Fertighaus nicht auf dem Baugrundstück vorgenommen, sondern beim Hersteller. Dieser fertigt Teile des Fertighauses vor, so dass diese beim eigentlichen Baubeginn nur noch zum Baugrundstück gebracht und dort montiert werden müssen. Fertighäuser weisen eine Reihe von Vorteilen auf, allerdings auch einige Einschränkungen, derer man sich vor einer Entscheidung für ein Fertighaus bewusst sein sollte.


Vorteile von Fertighäusern

Der größte Vorteil eines Fertighauses liegt klar in der Zeitersparnis, die bei dieser Bauweise erzielt werden kann. Ein Fertighaus kann in wenigen Tagen am gewünschten Bauplatz erstellt werden, was neben Zeit auch Kosten spart. Möglich wird das, da beim Bau nur noch vorgefertigte Teile zusammengesetzt werden müssen. Fertighäuser sind eine gute Alternative für preisbewusste Bauherren, denn die standardisierten Bauteile ermöglichen einen schnellen und preisgünstigen Hausbau. – © Zauberhut - Fotolia.com Darlehen können sofort abgerufen werden, Arbeiter verbringen effektiv weniger Zeit auf der Baustelle.

Bauherren schätzen Fertighäuser darüber hinaus vor allem deshalb, weil sie weniger Planungsbedarf erfordern. Als Bauherr kann man unter unterschiedlichen Fertighausmodellen und Ausstattungsdetails wählen - man muss aber nicht mit einem Architekten jeden Winkel des Hauses bis ins letzte Detail planen. Wie das Endergebnis aussehen wird, können Bauherren bereits vor Fertigstellung des Hauses erleben, indem sie ein Musterhaus besuchen.

Nachteile von Fertighäusern

Wer ein Fertighaus plant, muss viele Details im Vorhinein festlegen. Wo sollen Anschlüsse später platziert werden? Welche Treppenart soll die einzelnen Etagen verbinden? Diese und viele Fragen mehr müssen vor Baubeginn in der Regel geklärt sein. Bei einem Massivhaus bleibt dem Bauherrn hierbei häufig mehr Spielraum und er kann flexibler auf veränderten Bedarf in der Bauphase reagieren. Auch wird es bei Fertighäusern oft als nachteilig wahrgenommen, dass die einzelnen vorgegebenen Modelle wenig Platz für Individualität lassen. Diesem Argument muss man in einem gewissen Maße Recht geben, da es nun einmal nur eine begrenzte Anzahl von Modellen auf dem Markt gibt und individuelle Anpassungen im großen Stil nicht mit dem Fertighauskonzept vereinbar sind. Dennoch ist die Modellauswahl in den vergangenen Jahren enorm gewachsen. Wer das ganz Besondere sucht, ist mit einem Fertighaus dennoch nicht gut beraten.

Leistungen beim Fertighausbau

Welche Leistungen im Zuge des Fertighausbaus angeboten werden, unterscheidet sich insbesondere aufgrund der Kundenwünsche. Manche Bauherren möchten, um Geld zu sparen und individueller gestalten zu können, den Ausbau ihres Hauses selbst übernehmen. Oft beziehen sich diese Eigenleistungen auf den Innenausbau, so dass ein Ausbauhaus die passende Option sein kann.

Wer wenig Eigenleistung erbringen möchte, wählt lieber ein schlüsselfertiges Haus. Hier müssen in der Regel nur noch die Innenräume durch Tapezieren, Streichen, Teppichverlegen und ähnliche Arbeiten bewohnbar gemacht werden. In jedem Fall sollte man sich aber genau informieren, was die einzelnen Anbieter unter "schlüsselfertig" verstehen - fassen sie den Begriff weit, ist unter Umständen mehr zu tun als erwartet.

Außerdem sollte man den Preisen, mit denen in Fertighauskatalogen geworben wird, eine gesunde Skepsis entgegenbringen. Die Kosten für Bodenplatten oder gar einen Keller sind beispielsweise in den Angeboten oft nicht enthalten. Auch andere Leistungen und Sonderausstattungen können nicht inkludiert sein und verursachen dann weitere Kosten. Ein Vergleich der unterschiedlichen Angebote ist somit unerlässlich.

Weitere Informationen zum Fertighaus



Copyright 2017 Bauwesen.de