Flächennutzungsplan und Bebauungsplan

Leider können Grundstücke nicht immer so bebaut werden, wie sich die Bauherren das ursprünglich vorgestellt haben. In Deutschland ist nämlich genau festgelegt, innerhalb welcher Maßstäbe und Richtlinien Grundstücke zu bebauen sind. Jede Stadt und Gemeinde verfolgt bestimmte Konzepte der städtebaulichen Entwicklung, die in so genannten Flächennutzungsplänen sowie in Bauplänen festgehalten sind. Es folgt eine kurze Übersicht, in der erläutert wird, was unter diesen beiden Plänen zu verstehen ist, und welche Punkte von den Bauherren hinsichtlich der Pläne zu berücksichtigen sind.


Inhalte von Flächennutzungsplänen und Bebauungsplänen

Beim Flächennutzungsplan handelt es sich um ein Dokument, in dem geregelt ist, wie die Flächen einer Gemeinde oder sogar einer ganzen Region genutzt werden sollen – er Der Flächennutzungsplan und der Bebauungsplan regeln gesetzlich die Bebauung von Grundstücken, an die sich Grundstückseigentümer halten müssen. – © garteneidechse - Fotolia.com verkörpert sozusagen eine Art Masterplan. Mit dieser Vorgehensweise soll verhindert werden, dass in den einzelnen Regionen eine unkontrollierte Bebauung stattfindet.

Ganz ähnlich verhält es sich auch beim Bebauungsplan. Der Unterschied zum Flächennutzungsplan besteht darin, dass die deutlich mehr Details festgehalten sind. Im Prinzip wird ein Flächennutzungsplan auf zahlreiche Bebauungspläne, die für einzelne Flur- und Grundstücke gelten, herunter gebrochen.

In einem Bebauungsplan kann teilweise sehr genau definiert sein, auf welche Weise ein Grundstück bebaut werden darf. So können zum Beispiel die maximale Bauhöhe, die maximal zulässige Anzahl der Geschosse oder auch die Größe der Grundfläche eines Gebäudes festgelegt sein. Das Spektrum an Möglichkeiten ist groß und reicht von der Art der Grundstücksnutzung bis hin zur Form des Daches. Allerdings müssen die genannten Punkte nicht zwingend festgelegt sein. Je nach Gemeinde und Grundstück können die Vorgaben mehr oder weniger umfassend ausfallen.

Für bauwillige Grundstückseigentümer bedeutet das, sich erst einmal mit einem Experten in Verbindung zu setzen, um ihr Vorhaben konkretisieren zu können. Schließlich macht es keinen Sinn ein Gebäude zu planen, dessen Bauantrag später nicht genehmigt wird. Die besten Ansprechpartner stellen in Abhängigkeit vom Vorhaben entweder Architekten oder auch Bauträger dar. Die sind vom Fach und wissen die Baupläne zu verstehen, so dass unter Berücksichtigung des Bauplans passende Gebäudekonzepte entwickeln können. Außerdem wissen sie in aller Regel darüber Bescheid, inwiefern die Möglichkeit besteht, die Mitarbeiter der Stadtplanungs- und Bauämter zu überzeugen, um Genehmigungen für Änderungen an Bauplänen zu erzielen.

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