Grundbuchamt – Einsicht ins Grundbuch nehmen

Wer in ein Grundbuch einsehen oder einen Grundbuchauszug anfordern möchte, der muss sich mit dem Grundbuchamt in Verbindung setzen. Wie es der Name bereits sagt, handelt es sich hierbei um ein Amt, das für die Führung der Grundbücher eine Kommune zuständig ist. Was allerdings viele nicht wissen, ist die Tatsache, dass es ein eigentliches Grundbuchamt überhaupt nicht gibt – stattdessen handelt es sich um eine Abteilung innerhalb des Amtsgerichts. Dem entsprechend kann man im Rathaus, Bürgerhaus oder auf der Stadtverwaltung lange suchen, um einen Ansprechpartner zu finden. Besser ist, gleich das Amtsgericht aufzusuchen bzw. sich mit diesem in Verbindung zu setzen.


Bevor man das Grundbuchamt aufsucht, um Einsicht in ein Grundbuch zu nehmen, sollte man sich vergewissern, zur Einsicht berechtigt zu sein. Laut dem Gesetz ist die Einsichtnahme nur demjenigen gestattet, der ein berechtigtes Interesse an der Einsichtnahme hat. Hierbei handelt es sich zum einen um den Eigentümer, zum anderen die Hypothekengläubiger, wie zum Beispiel Banken, Bausparkassen oder Versicherungsgesellschaften. Des weiteren sind auch öffentlich bestellte Vermessungsingenieure dazu berechtigt, Einsicht in Grundbücher zu nehmen.

Möchte man als Kaufinteressent Einsicht in ein bestimmtes Grundbuch erlangen, so ist dies nur möglich, wenn man eine entsprechende Vollmacht des Eigentümers vorlegen kann. Allerdings muss man sich gar nicht selbst mit dem Grundbuchamt in Verbindung setzen, um an die gewünschten Grundbuchinformationen zu gelangen. Am besten bittet man einfach den Eigentümer darum, einen aktuellen Grundbuchauszug anzufordern. Sofern man sich bereits tiefer in den Kaufverhandlungen befindet, kann auch der Notar, von welchem der Kaufvertragsentwurf gestaltet wird, auf elektronischem Wege Einsicht in das Grundbuch nehmen und einen Grundbuchauszug ausdrucken.

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