Hausbau mit Bauträger

Viele Menschen träumen von den eigenen vier Wänden - allerdings ist es manchmal nicht ganz so einfach, aus dem Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Vor dem Einzug gilt es, einige Hürden zu überwinden, angefangen vom Grundstückskauf über die Bauplanung, Einholen der Baugenehmigung bis zum fertigen Rohbau. Eine Möglichkeit, den Zeitaufwand wesentlich abzukürzen, ist der Kauf eines Bauträgerhauses.


Definition des Bauträgerhauses

Dabei handelt es sich um eine Immobilie, die der Bauträger quasi in Vertretung für den Bauherren errichten lässt und anschließend - samt Grundstück - an den Bauherren übergibt. Wesentliche Aufgabe des Bauträgers ist es, dass er seinem Um den Zeitaufwand beim Hauskauf und Hausbau zu verkürzen, bieten sich das Bauträgerhaus aus einer Hand als Alternative an. – © Marina Lohrbach - Fotolia.com Auftraggeber die Eigentumsrechte an Haus und Grundstück verschafft. Für zukünftige Eigenheimbesitzer hat dieses Vorgehen - im Gegensatz zum Hausbau in Eigenregie - einen entscheidenden Vorteil: Sie haben nur einen Ansprech- und Vertragspartner, der sich um alle Details kümmert, den Erwerb des Grundstücks in die Wege leitet, Genehmigungen einholt und die Gewerke beaufsichtigt. Ein weiterer Pluspunkt dieser Variante betrifft die Mängelbeseitigung, da hierfür der Bauträger verantwortlich ist. Zudem gehört der Hausbau für den Bauträger zum Alltag, was in den meisten Fällen einen Zeitvorteil mit sich bringt.

Allerdings sind beim Komplett-Bauträgerhaus die Kosten in der Regel etwas höher, da Eigenleistungen nicht mit einfließen können. Wer trotzdem mitbauen will, muss dies über den Bauträgervertrag regeln. Sonderwünsche sind zudem vor Baubeginn zu äußern. Wenn das Bauprojekt erst einmal ins Rollen gekommen ist, sind Änderungen nicht mehr möglich.

Bauleistungen und Pflichten des Bauträgers

Wie genau das Bauträgerhaus im Einzelnen aussieht und welche Leistungen der Bauträger erbringen muss, regelt der Bauträgervertrag; auf der Grundlage der Makler- und Bauträgerverordnung geschlossen, regelt er die einzelnen Bauleistungen, die Höhe der Abschlagszahlungen und enthält eine ausführliche Baubeschreibung. Die Baubeschreibung ist ausschlaggebend für den späteren Zustand des Objekts (bezugs- oder schlüsselfertig usw.).
Da die Grundstücksrechte vom Bauträger auf den späteren Eigentümer übergehen sollen, muss der Bauträgervertrag notariell beurkundet werden.

Als Wegweiser für Bauleistungen, die der Bauträger erbringt, ist die Baubeschreibung von entscheidender Bedeutung. Daher muss sie alle wichtigen Informationen zum Bauträgerhaus ausführlich enthalten. Je genauer die Leistungsbeschreibung, desto seriöser kann der Bauträger eingestuft werden. Um nach der Schlüsselübergabe keine böse Überraschung zu erleben, sollte man auch sehr genau prüfen, in welchem Zustand die Immobilie übergeben wird. Schlüssel- oder bezugsfertig bedeutet nicht zwangsläufig, dass auch die Außenanlagen hergerichtet sind. Vor der Unterschrift lohnt es sich, den Bauträgervertrag noch einmal prüfen zu lassen und mit den eigenen Vorstellungen abzugleichen.

Woran erkennt man seriöse Bauträger?

Wenn Bauherren den Wunsch nach einem Eigenheim in fremde Hände legen, steigt natürlich die Angst vor schwarzen Schafen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, vor der Unterschrift den Bauträgervertrag genau prüfen zu lassen. Weiterhin sind Erkundigungen über die Referenzen des Bauträgers anzuraten. Verfügt das Unternehmen über einen ausgezeichneten Leumund oder gab es bereits in der Vergangenheit Probleme mit dessen Projekten? Wenn ein Bauträger seine Qualitätssicherung durch Zertifikate nachweisen kann, minimiert dies Risiken deutlich. Da beim Bauträgerhaus größere Summen im Spiel sind, lohnt sich zudem ein Blick auf die Finanzen des Bauträgers. Falls es hier in der Vergangenheit zu Problemen gekommen ist, sollten sich zukünftige Eigenheimbesitzer für einen anderen Bauträger entscheiden.



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