Keller versus Bodenplatte

Lange Zeit war es üblich, dass Häuser grundsätzlich mit Kellern versehen wurden. Doch mittlerweile gibt es immer mehr Bauherren, die sich gegen einen Keller entscheiden und ihr Haus stattdessen auf einer so genannten Bodenplatte errichten. Logischerweise liegt dies an den Kosten: Wer den Keller nicht benötigt und somit beim Bau darauf verzichtet, kann damit die Baukosten senken.


Vorteile der Bodenplatte

Wie bereits angesprochen sind es die Kosten, die so manchen Bauherren dazu bringen, beim Hausbau auf die Errichtung eines Kellers zu verzichten. Zwar mag es auch einige Leute geben, die grundsätzlich keinen Keller wünschen, doch in erster Linie handelt es sich hierbei um eine Eine Bodenplatte wird vor allem dann gewählt, wenn beim Hausbau Kosten gespart werden sollen. – © Heiner Witthake - Fotolia.com reine Frage der Kosten. Den meisten Bauherren wäre es zweifelsfrei lieber, zusätzlich auch noch Kellerräume nutzen zu können - allerdings schlägt der Kellerbau mit stolzen Kosten zu Buche.

Welche Kosten der Bau eines Kellers nach sich zieht und wie groß die Einsparung bei einem Verzicht ausfällt, kann im Allgemeinen immer nur schwer gesagt werden. Im Endeffekt kommt es immer auf den Einzelfall an: Je größer die Grundfläche des Hauses bemessen ist, desto größer fällt die Ersparnis bei Nutzung einer Bodenplatte aus. Bei kleinen Häusern kann die Nutzung einer Bodenplatte zur Ersparnis von 20.000 Euro führen - bei größeren Grundrissen sind Einsparungen in Höhe von 30.000 Euro oder mehr möglich.

Nachteile der Bodenplatte

Verständlicherweise bringt die Entscheidung für eine Bodenplatte auch gewisse Nachteile mit sich. Hierbei handelt es sich Ein Keller verursacht zwar höheren Baukosten als eine Bodenplatte, bietet dafür aber durch zusätzliche Räume einen großen Nutzen. – © Gina Sanders - Fotolia.com vorrangig um räumliche Einschränkungen: Kellerräume schaffen im Gegensatz zur Bodenplatte zusätzlichen Platz, der auf verschiedenste Weise genutzt werden kann. Besonders bei kleineren Häusern steht nicht immer viel Nutz- und Lagerfläche zur Verfügung - Kellerräume erweisen sich hier als äußerst praktisch. Auch wenn man bestimmten Hobbys nachgeht, für die man Equipment oder andere Dinge einlagern muss, kann eine zusätzliche Kellerfläche sehr sinnvoll sein.

Übrigens: Wer sparen und dennoch ein oder zwei kleinere Kellerräume nutzen möchte, kann sich alternativ auch für eine Teilunterkellerung entscheiden. Es ist beispielsweise möglich, nur einen Teil des Gebäudes zu unterkellern und bei der restlichen Fläche auf eine Bodenplatte zu setzen.

Darauf sollten Bauherren achten

Sofern sich Bauherren für die Bodenplatte entscheiden, gilt es unbedingt auf die technische Ausführung zu achten. Von Bedeutung ist unter anderem der Lärmschutz: Einfache Bodenplatten warten ohne ausreichenden Lärmschutz für einzelne Räume auf, wodurch eine gute Geräuschübertragung erfolgen kann. Wenn beispielsweise eine Person mit Absatzschuhen läuft, kann das Geräusch auch in anderen Zimmern gut hörbar sein.

Mindestens genauso wichtig sind Wärmedämmung und Feuchtigkeitsschutz. Eine Bodenplatte muss gut isoliert sein, damit nicht unnötig viel Wärmeenergie an das Erdreich abgegeben wird. Der Feuchtigkeitsschutz wird benötigt, damit keine Feuchtigkeit von außen in die Bodenplatte und anschließend in die Wände eindringen kann. Wenn dieser Fall eintreten sollte, können schwerwiegende Schäden am Mauerwerk die Folge sein, die hohe Kosten nach sich ziehen können.

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