Bauherrenhaftpflichtversicherung

Auf den meisten Baustellen ist richtig was los: Die Mitarbeiter von Baufirmen sowie von regionalen Handwerksbetrieben sorgen für ordentlichen Betrieb. Da lässt es sich auch nicht vermeiden, dass gelegentlich kleinere Zwischenfälle passieren, bei denen sich Arbeiter verletzen oder Baumaterialien beschädigt werden. Üblicherweise sind die Mitarbeiter der beauftragen Betriebe versichert, so dass eventuell entstehende Schadenskosten von den Versicherungsgesellschaften der Betriebe übernommen werden.


Bauherrenhaftpflichtversicherung mindert Schadensrisiko

Anders sieht es jedoch aus, wenn auf einer Baustelle Dritte zu Schaden kommen – Mit der Bauherrenhaftpflichtversicherung können sich Bauherren vor den unterschiedlichsten Schadensarten wie Personenschäden, Sachschäden und sogar Vermögensschäden schützen. – © Stefan Richter - Fotolia.com also Personen, die mit den am Bau beteiligten Unternehmen nicht in direkter Verbindung stehen. In diesem Fall haftet der Bauherr. Deshalb kann allen Bauherren nur dazu geraten werden, eine so genannte Bauherrenhaftpflichtversicherung abzuschließen. Mit ihr können sich Bauherren vor den unterschiedlichsten Schadensarten wie Personenschäden, Sachschäden und sogar Vermögensschäden schützen. Sollte es zum Schadensfall kommen, so springt die Versicherungsgesellschaft ein und übernimmt die Kosten.

Ein kurzes Beispiel soll die Bedeutung der Bauherrenhaftpflichtversicherung verdeutlichen: Der Bauherr besucht mit einem Bekannten die Baustellen, um diesen über den Verlauf des Bauvorhabens zu informieren. Dabei stürzt der Bekannte vom Gerüst und verletzt sich. In diesem Fall kann der Verletzte seine Ansprüche (zum Beispiel Behandlungskosten) gegenüber dem Bauherrn geltend machen. Ebenso verhält es sich, wenn Bauplatz und Baustelle nicht ausreichend gesichert sind und aufgrund der fehlenden Absicherung Dritte zu Schaden kommen – letztendlich gibt es unzählige Gefahrenquellen.

Übrigens ist der Abschluss einer Haftpflichtversicherung für Bauherren nur mit verhältnismäßig geringen Kosten verbunden. Deshalb kann sich die Investition sehr schnell bezahlt machen, selbst wenn es während der Bauphase nur zu geringen Schäden kommt. Allerdings sollte man sich vor dem Abschluss ausführlich informieren oder von einem erfahrenen Spezialisten beraten lassen, damit man bestens abgesichert ist. Besonders aufzupassen gilt es, wenn der Bauherr selbst am Bau mitarbeitet und dabei eine leitende Funktion einnimmt. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn der Bauherr als Architekt tätig ist und das Vorhaben selbst koordiniert – in Fällen dieser Art ist der Versicherungsschutz nicht ausreichend und muss erweitert werden.

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