Massivhaus bauen

In keinem anderen Land ist die Massivbauweise so sehr verbreitet wie in Deutschland. Wenn es darum geht, ein Einfamilienhaus oder ein Doppelhaus zu errichten, wird vorzugsweise auf solide Baustoffe wie Stein und Beton gesetzt. Zwar erfreuen sich alternative Bauweisen einer deutlich steigenden Beliebtheit, doch bisher wird immer nach am häufigsten auf die Massivbauweise gesetzt.


Vorteile der Massivbauweise

Es existieren mehrere Gründe, die für diese Beliebtheit verantwortlich sind. Hierzu zählt natürlich die solide Ein Massivhaus kann vor allem durch die zukunftsorientierte Auswahl der Baustoffe überzeugen, so dass eine lange Nutzungsdauer möglich ist. – © Kalle Kolodziej - Fotolia.com Ausführung des Baus: Aufgrund der Tatsache, dass Massivhäuser überwiegend aus Stein, Beton und Stahl errichtet werden, beläuft sich die durchschnittliche Nutzungsdauer auf 100 Jahre.

Zudem gilt das Massivhaus als äußerst belastbar. Gerade wenn es darum geht, Wetterbelastungen wie Sturm oder Hochwasser standzuhalten, kann die Massivbauweise so richtig punkten. Außerdem geben viele Bauherren an, dass sie sich in einem Haus, dessen Wände aus massivem Stein gefertigt sind, einfach am sichersten fühlen.

Im Übrigen bietet die Massivbauweise ein immens hohes Maß an Individualisierbarkeit. Wer sich gegen die Fertigbauweise entscheidet, möchte in der Regel individuell bauen bzw. seine persönlichen Vorstellungen so gut wie möglich (wie es der Bebauungsplan eben zulässt) umsetzen. Mit Hilfe eines Architekten wird ein Haus entworfen, das den bestehenden Anforderungen und Vorstellungen so gut es geht gerecht wird.

Nachteile der Massivbauweise

Allerdings bringt die Errichtung von Massivhäusern nicht nur Vorteile mit sich - es gibt einige Punkte, die kritisch zu betrachten sind. Hierzu zählen vor allem die Baukosten. Gerade die Tatsache, dass individuell in Abstimmung mit einem Architekten gebaut wird, trägt zu einem Anstieg die Baukosten bei. Hinzu kommen Baumaterialien, die in der Anschaffung nicht immer günstig sind. Steine, Beton und Stahl haben ihren Preis, weshalb gegenüber der Fertigbauweise mit einem finanziellen Mehraufwand von durchschnittlich 30 Prozent zu rechnen ist.

Ein anderes Thema ist der Energiebedarf: Die meisten Massivbauhäuser sind dafür bekannt, einen vergleichsweise hohen Energiebedarf aufzuweisen. Im Vergleich zu beispielsweise Holzhäusern fallen die Heizkosten in der Regel höher aus. Allerdings muss angemerkt werden, dass es auch stets auf die bauliche Umsetzung bzw. die Auswahl der Baustoffe ankommt. Auch das Massivhaus kann äußerst energieeffizient sein und sogar als Passivhaus errichtet werden. Allerdings zieht dies entsprechende Bau- bzw. Anschaffungskosten nach sich.

Auch die Bauzeit sollten angehende Massivhausbesitzer nicht unterschätzen: Während ein Fertighaus inklusive Keller innerhalb weniger Wochen errichtet werden kann, dauert der Bau eines Massivhauses deutlich länger. Im Durchschnitt rechnet man mit einer Bauzeit von einem halben Jahr.

Ratschläge zum eigentlichen Bau eines Massivhauses

Wer ein Massivhaus errichten möchte, hat eine Vielzahl an Aufgaben zu koordinieren. Das Spektrum reicht von der Auswahl der Baustoffe bis hin zur Vergabe der Arbeiten an einzelne Bauunternehmen und Handwerksbetriebe. Es ist enorm wichtig, hierbei nicht voreilig zu handeln. Stattdessen gilt es sich über die Kompetenz der einzelnen Betriebe zu informieren und selbstverständlich auch Angebote einzuholen. Nur so kann sichergestellt werden, dass die spätere Bauausführung überzeugt und außerdem auch die Baukosten nicht aus dem Ruder laufen. Zudem sollten sämtliche Arbeiten und verwendeten Baumaterialien exakt vertraglich vereinbart werden, damit eine ausreichende rechtliche Sicherheit besteht.

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