Niedrigenergiehaus kaufen

In den vergangenen Jahren ist eine energieeffiziente Bauweise immer wichtiger geworden. Verantwortlich dafür ist u.a. der Gesetzgeber: Die Energiesparverordnung gibt den Rahmen vor, an den sich Bauträger und Bauherren halten müssen. Gleichzeitig sorgen stetig steigende Energiepreise für den Wunsch, die Betriebskosten für die eigene Wohnimmobilie niedrig zu halten. Daher haben sich in den letzten Jahren verschiedene Haustypen entwickelt, welche diesem Anspruch gerecht werden wollen. Eines ist das so genannte Niedrigenergiehaus. Diese Bezeichnung tragen Wohnimmobilien, die pro Jahr und Quadratmeter Fläche einen Heizwärmebedarf von maximal 70 kWh haben. Galten vor einigen Jahren diese Verbrauchswerte noch als fortschrittlich, ist das Niedrigenergiehaus heute fast schon Standard. In Zukunft wird der Trend zu noch weiter sinkenden Verbrauchswerten - bis hin zum 0-Energie-Haus - gehen.


Tipps zum Niedrigenergiehaus

Ein Pluspunkt des Niedrigenergiehauses sind aber nicht nur die deutlich niedrigeren Energiekosten. Auch die Tatsache, dass es mit herkömmlichen Mitteln errichtet werden kann, hat das Niedrigenergiehaus immer beliebter werden lassen. Dessen Neubau ist ohne großen zusätzlichen Aufwand möglich, der sich nur in einem geringen Anstieg der Baukosten bemerkbar macht.

Niedrigenergiehaus: Das sollten Bauherren wissen

Um ein Niedrigenergiehaus zu errichten, sind keine besonderen Baustoffe oder Bautechniken notwendig. Vielmehr kommen Baustoffe Aufgrund steigender Energiekosten ist ein Niedrigenergiehaus für viele Bauherren und Hauskäufer eine überlegenswerte Alternative. – © dabobabo - Fotolia.com zum Einsatz, die bereits seit Jahren im Hausbau verwendet werden - allerdings in verbesserter Form und Funktion. Wer sich als Bauherr für ein Niedrigenergiehaus entscheidet, setzt in erster Linie auf eine gute Wärmedämmung, Wärmeschutzverglasung und energieeffiziente Heiz- sowie Haustechnik. Für viele Besitzer eines neuen Niedrigenergiehauses gehört inzwischen Solarthermie oder Photovoltaik mit zur Ausstattung des Eigenheims dazu.

Bevor der Traum vom eigenen Niedrigenergiehaus aber Wirklichkeit werden kann, ist einiges an Vorarbeit zu leisten. Um die Heizwärme und Energie optimal nutzen zu können, muss das Haus an die Standortbedingungen angepasst werden. In der Planungsphase spielt daher das Klima eine wichtige Rolle. Gleiches gilt für die Ausrichtung der Hauptfensterflächen: Um möglichst viel Licht und Sonnenwärme in das Niedrigenergiehaus zu lassen, empfiehlt sich die Ausrichtung der Wohnräume nach Süden.

Ebenfalls von Bedeutung ist die Form des Hauses. Ecken und Kanten erfüllen vielleicht die ästhetischen Ansprüche des Betrachters, können aber unter thermodynamischen Gesichtspunkten alles andere als von Vorteil sein. Es lohnt sich daher, mit einem Fachmann die Wunschvorstellungen und das technisch Machbare im Niedrigenergiehaus zusammenzuführen.

Höhere Baukosten vs. Energieeinsparungen

Bauherren, die sich für ein Niedrigenergiehaus entscheiden, verfolgen in der Regel ein Ziel: Sie wollen sich unabhängiger von der teuren Energieversorgung machen. Allerdings sind die Kosten für Mit einem Niedrigenergiehaus können sich Hausbesitzer mitels verschiedener baulicher Maßnahmen unabhängiger von der teuren Energieversorgung machen. – © WernerHilpert - Fotolia.com den Bau des Niedrigenergiehauses etwas höher als für die Standardausführung. Dafür lassen sich pro Jahr mehrere hundert Euro einsparen, die ansonsten in die Energieversorgung fließen würden.

Über welchen Zeitraum sich die höheren Aufwendungen rentieren, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab. Zum einen spielt hier das Nutzungsverhalten der Bewohner eine große Rolle. Wer mit Energie bewusst umgeht, spart am Jahresende mehr als sorglose Bewohner. Weiterhin sind die tatsächlich aufgetretenen Baumehrkosten für die Amortisation entscheidend. Ein weiterer Kostenpunkt ist die Ausstattung des Niedrigenergiehauses: Photovoltaik und Solarthermie machen unabhängig, kosten aber zunächst einmal Geld.

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