Reihenhaus bauen

Einfamilienhäuser sind in Städten nur äußerst selten anzutreffen. Der Bereich der Wohngebäude wird zweifelsfrei von mehrstöckigen Mehrfamilienhäusern - allen voran Hochhäusern - dominiert. Wer über mehrere Wohngeschosse und gleichzeitig einen eigenen Garten verfügen möchte, kommt um das Reihenhaus häufig nicht herum: In den meisten Städten verkörpert das Reihenhaus die einzige Möglichkeit, in den eigenen vier Wänden mit Garten wohnen zu können.


Vorteile des Reihenhauses

Reihenhäuser gelten heutzutage als äußerst begehrt. Zwei wesentliche Vorteile gegenüber der einer typischen Wohnung wurden bereits genannt. Zum einen besteht Reihenhäuser fristen ein wenig ein Schattendasein, obwohl Reihenhäuser durchaus viele Vorteile zu bieten haben. – © R.-Andreas Klein - Fotolia.com die Möglichkeit, auf mehreren Wohngeschossen zu leben, zum anderen kann man zugleich über einen eigenen Garten verfügen.

Im Wesentlichen zeichnet sich das Reihenhaus dadurch aus, dass es im städtischen Wohnbereich ein sehr hohes Maß an Wohnkomfort bietet. Wer über einen eigenen Garten verfügen möchte, kommt am Reihenhaus oftmals nicht vorbei. Hinzu kommt die Möglichkeit, einigermaßen abgeschottet leben zu können. Zwar gibt es logischerweise Nachbarn, allerdings nutzt man keinen gemeinsamen Hauseingang. Generell stellen Gemeinschaftsräume oder Ähnliches in diesem Bereich eher eine Ausnahme dar. Das gebotene Maß an Privatsphäre fällt daher sehr hoch aus.

Unterschiede zwischen Reihenmittelhaus und Reihenendhaus

Ein wichtiges Thema beim Bau oder Kauf eines Reihenhauses ist seine Lage. Zum einen gibt es das so genannte Reihenmittelhaus, zum anderen das Reihenendhaus. Wie es die Bezeichnung verrät, bildet das Reihenendhaus den Abschluss einer Zeile von Häusern. Das Reihenmittelhaus dagegen befindet sich zwischen zwei Reihenhäusern. Die Anzahl der Mittelhäuser in einer Reihe ist üblicherweise deutlich höher als die Anzahl der Reihenendhäuser.

Reihenmittelhäuser gelten sowohl beim Bau als auch beim späteren Unterhalt als günstiger. Dies liegt zunächst einmal an der Grundstücksgröße: Üblicherweise verfügen Reihenhäuser können durchaus individuell und sehr modern gestaltet sein. – © danielschoenen - Fotolia.com Reihenendhäuser auch noch an der Gebäudeseite über einen Garten. Dieser Platzgewinn stellt natürlich einen Vorteil dar, aber dafür hebt er auch den Preis an. Zum anderen geht über die freie Außenwand bei Endhäusern ein Teil der Wärmeenergie verloren. Deshalb zeichnet sich das Reihenmittelhaus durch einen etwas niedrigeren Energieverbrauch aus. Je nach Art der Dämmung beläuft sich der Energievorteil dabei auf etwa 5 bis 10 Prozent.

Reihenhäuser durch Bauträger erstellt

Niemand baut ein Reihenhaus allein - es ist klar, dass weitere Bauherren oder Abnehmer für die einzelnen Wohneinheiten benötigt werden, um ein solches Bauvorhaben anstoßen und realisieren zu können. In der Regel erfolgt der Neubau über einen Bauträger. Das Prinzip ist einfach: Der Bauträger verantwortet das gesamte Projekt. Er ist von der Planung bis zum späteren Verkauf involviert. Die einzelnen Wohneinheiten werden nach Fertigstellung verkauft. Entsprechende Verträge werden bereits vor dem Baubeginn unterzeichnet. Die Käufer haben die Möglichkeit, schon zuvor über die genaue Ausstattung ihrer Wohneinheit zu entscheiden.

Der Bau eines Reihenmittelhauses schlägt mit anderen Kosten als ein Reihenendhaus zu Buche. Da an zwei von vier Seiten weitere Gebäude stehen, muss dort beispielsweise die Außenwärmedämmung nicht allzu dick ausfallen. Wichtig ist allerdings ein ausreichender Schallschutz: Wenn die Außenwände schlecht schallgedämmt sind, hören die Bewohner des Nachbarhauses ungewollt alles mit - nicht unbedingt das, was zukünftige Eigenheimbesitzer mit dem Wunsch nach mehr Privatsphäre im Sinn haben.

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