Tiefbau

Zu den wichtigsten Teilbereichen des Bauswesens, in denen alle Gewerke in der einen oder anderen Weise aufgehen, gehören der Hoch- und Tiefbau. Während im Hochbau alle Bautätigkeiten zusammengefasst werden, die sich mit der Errichtung von Wohn- und Gewerbeimmobilien beschäftigen, gehören zum Tiefbau diejenigen Arbeiten unterhalb der Erdoberfläche. Der Begriff Erdoberfläche ist in diesem Zusammenhang allerdings etwas irreführend, da die Grenze zwischen Hoch- und Tiefbau oft am Niveau der Verkehrswege gezogen wird. Aus dieser Abgrenzung ergibt sich auch die Art der Bauwerke, die im Rahmen des Tiefbaus erstellt werden.


Gründung und Fundamente

Ein für den Hausbau wichtiger Bereich des Tiefbaus betrifft die Erstellung des Fundaments - die so genannte Gründung. Dessen große Bedeutung für den Hausbau liegt darin, dass das Fundament als Nahtstelle zwischen Bauwerk und Boden fungiert. Daher Bevor ein Gebäude oder ein Bauwerk errichtet werden kann, müssen Tiefbauarbeiten vorgenommen werden. – © espion - Fotolia.com muss die Gründung auch besonderen Anforderungen genügen, die sich unter anderem aus der Nutzung einer Immobilie, der Lastverteilung und natürlich dem Untergrund ergeben. Im Hausbau kommen heute vorrangig Bodenplatten und Kellerwannen zum Einsatz.

Eine Kellerwanne wird dort errichtet, wo mit drückendem Wasser zu rechnen ist. Sie wird wasserundurchlässig gestaltet - entweder durch entsprechendes Mauerwerk oder ein Abdichten mittels Bitumen. Als günstige und schnell zu errichtende Alternative zur Kellerwanne hat sich in den vergangenen Jahren dagegen die Bodenplatte verbreitet. Die Gründung und das Errichten des Fundaments sollten Bauherren von Profis ausführen lassen - schließlich ruht darauf das gesamte spätere Gebäude.

Weitere Bereiche des Tiefbaus

Der Tiefbau beschränkt sich aber keinesfalls nur auf die Gründung für Gebäude. Vielmehr handelt es sich dabei nur um einen kleinen Bereich des Tiefbaus. So gehört auch der Kanalbau zu den Bereichen, in denen Techniken des Tiefbaus zum Einsatz kommen. Schließlich muss vor dem Baubeginn das Grundstück erst erschlossen Der Tiefbau besteht nicht nur aus der Gründung und Erstellung von Fundamenten, sondern beschäftigt sich auch mit der Verlegung von Versorgungsnetzen. – © Yolanda Di Mambro - Fotolia.com werden - ohne Kanäle, in denen Leitungen verlegt werden, praktisch ein Ding der Unmöglichkeit. Gleiches gilt natürlich auch für den Wege- oder Gartenbau, die dem Teilbereich des Erdbaus zugerechnet werden. Erdbau deshalb, da bei den anfallenden Arbeiten Boden abgetragen, bewegt und am Ende wieder verdichtet wird.

Für viele Bauherren und frischgebackene Hausbesitzer ist die Gestaltung des Grundstücks - neben dem eigentlichen Hausbau - sicher eine der wichtigsten Tätigkeiten im Tiefbau. Wer selbst Hand anlegen will, sollte sich vorher über den Boden und dessen Beschaffenheit sehr genau informieren und auch den Aufwand im Auge behalten. 400 qm nur mit Hacke und Schaufel zu bearbeiten, ist auf den ersten Blick zwar kostengünstig, aber zeitintensiv und anstrengend. Bei größeren Erdbauarbeiten lohnt es sich, schweres Gerät zuhilfe zu nehmen.

Tiefbau in Eigenregie

Viele Bauherren wollen beim Hausbau selbst Hand anlegen und auf diese Weise bei den Baukosten sparen. Beim Tiefbau sollten einige Arbeiten aber immer von Handwerkern erledigt werden. Fehler beim Bau des Fundaments können andernfalls katastrophale Folgen haben, da die Statik des späteren Gebäudes unmittelbar davon abhängig ist, wie stabil das Fundament ist. Im Garten- oder Wegebau, selbst beim Aushub für den Kanalbau, können Heimwerker dagegen bedenkenlos Hand anlegen. Allerdings sollten sie bei möglichen Problemen professionellen Rat suchen.

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