Wohnungsbau

Unter den Begriff Wohnungsbau fallen bei einem breiten Definitionsansatz alle baulichen Bemühungen, die Wohnraum für Menschen entstehen lassen sollen. Im weitesten Sinn fallen in den Bereich Wohnungsbau somit auch Bauvorhaben von Privatpersonen, die für sich und ihre Familie ein Haus planen und diesen Plan in die Realität umsetzen. Oft verbindet man mit dem Begriff Wohnungsbau allerdings umfangreicherer Bauvorhaben, bei denen ein Investor ein einzelnes oder sogar mehrere Gebäude bauen lässt, die jeweils mehrere Wohnungen für Privatpersonen umfassen.


Wohnungsbau: Einzelobjekt oder Siedlung?

Oft erwerben Investoren Grundstücke, um hier Wohnhäuser zu bauen. Nicht selten handelt es sich dabei um Mietkomplexe - natürlich gibt es aber auch Wohnungsbau, der Aufgrund veränderter Bevölkerungszahlen und -strukturen sowie Bedürnisse müssen kontinuierlich Wohnungen neu gebaut oder alte Wohnungen modernisiert werden. – © PANORAMO.de - Fotolia.com letztendlich darauf abzielt, Eigentumswohnungen entstehen zu lassen. Wenn man eine solche Eigentumswohnung erwirbt, gehört einem die besagte Wohnung zwar alleine, das Grundstückseigentum wird allerdings an alle Parteien, die eine Eigentumswohnung in dem Wohnhaus unterhalten, aufgeteilt. Der einzelne Bewohner verfügt somit lediglich über einen Miteigentumsanteil am Grundstück, seine Wohnung wird aber dennoch wie eine eigenständige Immobile behandelt.

Nicht selten werden nicht nur einzelne Gebäude im Bereich Wohnungsbau konzipiert, sondern gleich ganze Wohnanlagen. Diese können je nach Bedarf aus unterschiedlich vielen Gebäuden sowie mehrwertschaffenden Extras wie Kinderspielplätzen und parkähnlichen Anlagen bestehen. Verband man früher häufig mit Wohnanlagen unansehnliche Plattenbauweise und Mietkasernen, so gibt es heute auch viele Projekte im Bereich Wohnungsbau, die gehobenen Ansprüchen genügen.

Auch die Errichtung alternativer Wohnanlagen spielt eine immer wichtigere Rolle. Bei einzelnen Projekten können dabei unterschiedlichste Interessenten zusammen eine Wohnanlage errichten, die nicht nur Wohnbedürfnisse erfüllt. Hinzu kommen können Projekte wie Carsharing oder das Konzept des generationenübergreifenden Wohnens. Bei Letzterem wird darauf geachtet, dass die einzelnen Wohneinheiten von Familien aber auch von alleinstehenden Personen und Rentnern bewohnt werden. Von dieser Heterogenität können alle Beteiligten profitieren, etwa indem Rentner bei der Kinderbetreuung helfen und junge Erwachsene älteren Personen bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben wie dem Einkaufen helfen.

Sozialer Wohnungsbau

Für Personen, die wirtschaftlich nicht Beim sozialen Wohnungsbau leistet der Staat finanzielle Hilfe, um Menschen in schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen. – © Tobias Machhaus - Fotolia.com so gut gestellt sind wie der gesellschaftliche Durchschnitt, kann es schwierig sein, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Dass auch solche Adressatengruppen versorgt werden können, ist das Anliegen des sozialen Wohnungsbaus, der von der öffentlichen Hand gefördert wird. Die Wohnungen, die mit öffentlichen Mitteln gefördert wurden, sollen ausschließlich solchen Personen vorbehalten sein, die auf günstigen Wohnraum unter objektiven Gesichtspunkten angewiesen sind. Um ihre Bedürftigkeit nachzuweisen, müssen sich besagte Personen einen Wohnberechtigungsschein ausstellen lassen. Die Richtlinien, wann ein Wohnberechtigungsschein ausgestellt werden darf, sind gesetzlich geregelt.

Wohnungsbau als Investition

Der Wohnungsbau ist natürlich auch ein Der Wohnungsbau kann auch Chancen für renditeorientierte Investitionen bieten. – © Gordon Bussiek - Fotolia.com großes Investitionsfeld für Privat- und Geschäftspersonen. Wer als privater Investor vorhandenes Kapital in die Errichtung von Wohnraum investiert, kann später mit höheren Erlösen aus dem Eigentumswohnungsverkauf oder aber mit monatlichen Mietzahlungen rechnen, die insbesondere im Alter einen wichtigen Beitrag zum Lebensunterhalt leisten können. Auch die selbst genutzte Eigentumswohnung oder das Eigenheim stellt eine gute Altersvorsorge dar - erspart man sich mit diesem Besitz doch Mietzahlungen, die insbesondere im Alter bei schmalen Renten belastend werden können.

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