Zwangsversteigerung von Immobilien

Jahr für Jahr landen Tausende von Immobilien unter dem Hammer: Die Eigentümer verschulden sich und können am Ende ihren Verbindlichkeiten nicht mehr nachkommen. In der Folge leiten die Gläubiger das Zwangsversteigerungsverfahren ein, bei dem die Objekte häufig sehr günstig den Eigentümer wechseln. Für potentielle Immobilienkäufer bedeutet dies, per Zwangsversteigerung günstig an ein Objekt gelangen zu können - für die ehemaligen Besitzer das bittere Ende eines Traumes. Nicht selten erhalten die Bieter den Zuschlag bei 60 bis 80 Prozent des Verkehrswerts.


Tipps zu Zwangsversteigerungen

Inzwischen hat es sich herumgesprochen, dass eine Zwangsversteigerung die Chance bietet, günstig Immobilien zu erwerben. Das Interesse daran hat deutlich zugenommen. Deshalb nehmen längst nicht nur Kapitalanleger sondern auch immer mehr Personen, die als potentielle Eigennutzer auftreten, als Bieter an Zwangsversteigerungen teil. Sie erhoffen sich, auf diesem Weg günstig den Traum vom Eigenheim und von Wohnhäusern als Vermögensanlage verwirklichen zu können.

Suche nach Objekten aus Zwangsversteigerungen

Bevor auf ein Objekt aus einer Zwangsversteigerung geboten werden kann, gilt es erst einmal passende Immobilien zu finden. Entsprechende Aushänge finden sich an den Amtsgerichten. Aber auch in Zeitungen stößt man relativ häufig auf Inserate, die auf Zwangsversteigerungstermine hinweisen. Im Übrigen findet man mittlerweile auch auf Immobilienbörsen im Internet zunehmend häufig solche Inserate.

Sofern man ein interessantes Objekt gefunden hat, gilt es dieses genauer unter die Lupe zu nehmen. Dieser Punkt ist von sehr großer Bedeutung: Man muss sich bei der Objektauswahl seiner Sache sicher sein. Denn sollte der Erwerb per Zwangsversteigerung gelingen, kann später nicht reklamiert werden. Außerdem gibt es keinen Vorbesitzer, gegen den zu einem späteren Zeitpunkt Haftungsansprüche geltend gemacht werden können.

Eine Besichtung der Zwangsversteigerungsobjekte ist häufig nur von außen möglich. Deshalb ist es umso wichtiger, die Objektunterlagen beim Amtsgericht anzufordern und mögliche Fragen mit dem zuständigen Richter oder gegebenenfalls einem Gutachter zu klären.

Ablauf einer Zwangsversteigerung

Entgegen der weitläufigen Meinung, dass Zwangsversteigerungen in den zur Auktion stehenden Gebäuden abgehalten werden, finden diese fast immer auf dem Amtsgericht statt. Jede volljährige und geschäftsfähige Person kann daran teilnehmen. Außerdem müssen die Teilnehmer einen Scheck vorweisen können, der von der Bundesbank als gedeckt gilt. Er wird für die Leistung der Anzahlung benötigt - Bargeld wird heutzutage nicht mehr als Anzahlung akzeptiert.

Die Auktion selbst geht nicht so schnell vonstatten, wie es häufig angenommen wird. Der klassische Zeitdruck, bei dem Gebote innerhalb von Sekunden abgegeben werden müssen, existiert nicht. Stattdessen haben die Bieter im Normalfall 60 Minuten Zeit, um ihre Gebote abzugeben. Sobald ein neues Höchstgebot abgegeben wurde, informiert der Richter darüber.

Hinweise zur Finanzierung

Die Finanzierung von Immobilien, die aus Zwangsversteigerungen stammen, stellt einen Sonderfall dar. Besonders Direktbanken gelten dabei als zurückhaltend: Nur wenige Direktbanken finanzieren entsprechende Vorhaben.

Finanzierungszusagen im Vorfeld der Versteigerung werden von Direktbanken gar nicht erteilt. Eine Kreditprüfung erfolgt erst dann, wenn der Interessent den Zuschlag bereits erhalten hat. Sollte im Vorfeld eine Finanzierungszusage benötigt werden, gilt es diese bei einer Filialbank einzuholen.

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